
QR-Nutzung auf Rekordniveau: was die Zahlen für Sie heißen
QR-Code-Nutzung erreicht Rekordwerte
Die Technik, die Kommentatoren um 2013 herum für tot erklärt hatten, hat gerade ihr stärkstes Jahr hinter sich, und das Wachstum hat sich nicht verlangsamt, seit die Gastronomie nicht mehr der Haupttreiber ist. Für eine Planung in Deutschland ist die Gesamtzahl allerdings die uninteressantere Hälfte der Nachricht. Wichtiger ist, an welchen Stellen hier tatsächlich gescannt wird, denn daran hängt, ob Ihre nächste Kampagne mit einem Code etwas gewinnt.
Die wichtigsten Zahlen
Weltweite Nutzung
- 2,7 Milliarden QR-Code-Scans im Jahr 2024
- 89 Millionen Scans pro Tag weltweit
- Verbraucherinnen und Verbraucher scannen QR-Codes wöchentlich
- Smartphone-Nutzende haben bereits einen QR-Code gescannt
Verteilung nach Regionen
- Asien-Pazifik: Anteil an den weltweiten Scans
- Nordamerika: Anteil an den weltweiten Scans
- Europa: Anteil an den weltweiten Scans
- Übrige Welt: Anteil an den weltweiten Scans
Verbreitung nach Branchen
- Einzelhandel: QR-Code-Nutzung
- Gastronomie: QR-Code-Nutzung
- Marketing: QR-Code-Nutzung
- Zahlungsverkehr: QR-Code-Nutzung
- Sonstige: QR-Code-Nutzung
Treiber des Wachstums
Gewohnheiten nach der Pandemie
- Die Vorliebe für Kontaktloses hält an
- Digital-First-Denken
- Verbreitung mobiler Zahlungen
- Gesundheitsbewusstsein
Fortschritte in der Technik
- Scannen direkt mit der Kamera-App
- Schnellere Verarbeitung
- Bessere Erkennung
- Reichere Erlebnisse
Investitionen der Unternehmen
- Einbindung ins Marketing
- Zahlungssysteme
- Kundenbindung
- Betriebliche Effizienz
Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher
Warum gescannt wird
- Speisekarten aufrufen
- Bezahlen
- Rabatte holen
- An Informationen kommen
Trends nach Altersgruppen
- Jüngere Erwachsene haben am ehesten im vergangenen Monat einen QR-Code gescannt
- Erwachsene unter 45 sind mit dem Scannen nahezu durchgängig vertraut
- Die Verbreitung bei den 55+ hat seit 2020 zugelegt, bleibt aber hinter den jüngeren Gruppen zurück
Auswirkungen auf die Branchen
Wandel im Einzelhandel
- Einzelhändler setzen inzwischen QR-Codes ein
- Mehr mobile Bezahlvorgänge
- Wachstum bei der Nutzung von Treueprogrammen
- Weniger Printmaterialien
Entwicklung in der Gastronomie
- Restaurants bieten QR-Speisekarten an
- Ermöglichen Zahlungen per QR-Code
- Einsatz für das Einsammeln von Rückmeldungen
- Für Treueprogramme
Umbruch im Marketing
- Marketingfachleute nutzen QR-Codes
- Einsatz in Printkampagnen
- In der Produktverpackung
- In der Außenwerbung
Technische Trends
Fortschritte bei der Anbindung
- CRM-Systeme
- Plattformen zur Auswertung
- Zahlungsdienstleister
- Marketing-Automatisierung
Weiterentwicklung der Funktionen
- Dynamische Inhalte
- Personalisierung
- AR-Erlebnisse
- Optimierung durch KI
Marktprognosen
Wachstumsprognose
Analystenprognosen für den Markt rund um QR-Zahlungen und Marketingwerkzeuge zeigen über das Jahrzehnt hinweg überwiegend nach oben, am steilsten in Regionen mit hohem Anteil mobiler Zahlungen. Konkrete Geldbeträge nennen wir hier nicht: Die Prognosen der Forschungshäuser gehen weit auseinander und veralten rasch.
Erwartungen der Branche
- Flächendeckende Anbindung an den Zahlungsverkehr
- IoT-Konnektivität
- KI-getriebene Personalisierung
- Echtheitsprüfung per Blockchain
Was das für Unternehmen bedeutet
Chancen
- Kundenbindung
- Datenerhebung
- Betriebliche Effizienz
- Kostensenkung
Herausforderungen
- Datenschutzfragen
- Sicherheitsanforderungen
- Investitionen in Technik
- Schulung der Mitarbeitenden
Einschätzungen von Fachleuten
Was Führungskräfte der Branche sagen
"QR-Codes sind zur Brücke zwischen physischen und digitalen Erlebnissen geworden." - Marketingleitung
"Die Bequemlichkeit hat zu dauerhaft verändertem Verhalten geführt." - Technologieanalyst
"Wir kratzen erst an der Oberfläche dessen, was möglich ist." - Innovationsleitung
Empfehlungen
Für Unternehmen
- Setzen Sie jetzt eine QR-Strategie um
- Investieren Sie in Tracking und Auswertung
- Sorgen Sie für Optimierung fürs Handy
- Stellen Sie Sicherheit an erste Stelle
Für Marketingteams
- Nehmen Sie QR-Codes in jede Kampagne auf
- Verfolgen und messen Sie die Leistung
- Testen Sie verschiedene Anwendungsfälle
- Optimieren Sie anhand der Daten
Wo in Deutschland tatsächlich gescannt wird
Die Gewöhnung an den Scan kam hierzulande nicht über die Werbung, sondern über Verwaltung, Bezahlen und Versand. Das erklärt, warum die Bereitschaft zu scannen so ungleich verteilt ist.
Drei Fälle sind inzwischen Alltag. Der Papierausdruck des E-Rezepts trägt einen Code, den die Apotheke einliest. Rechnungen, Beitragsbescheide und Spendenaufrufe tragen einen GiroCode, den die Banking-App in ein ausgefülltes Überweisungsformular verwandelt. Und wer ein Paket zurückschickt, bekommt den Retourenschein als Code aufs Telefon, den die Filiale ausdruckt. In allen drei Fällen ist vorher klar, was passiert, und der Code ersetzt Tipparbeit, die niemand vermisst.
Daraus folgt der praktische Schluss für eine Kampagne. Ein deutscher Leser scannt, wenn der Nutzen benannt und der Absender erkennbar ist, und er scannt nicht, wenn ein Code ohne Beschriftung auf einer Anzeige klebt. Die Skepsis gegenüber dem unerklärten Code ist keine Technikfeindlichkeit, sondern dieselbe Vorsicht, die beim Bezahlen den Empfängernamen prüft. Schreiben Sie also neben den Code, wohin er führt, nennen Sie den Absender, und setzen Sie die Adresse lesbar darunter. Das kostet Layoutfläche und ist der wirksamste Hebel, den die Nutzungsstatistik nicht zeigt.
Was Sie mit diesen Zahlen anfangen
Nehmen Sie sie als Erlaubnis, nicht als Plan. Die Daten sagen, dass Ihre Kundschaft längst scannen kann; sie sagen nichts darüber, ob ausgerechnet Ihre Platzierung den Scan verdient. Wenn Sie bisher gezögert haben, weil "QR-Codes nutzt doch niemand", ist dieser Einwand inzwischen mehrere Jahre alt. Offen bleibt allein die Frage, was Sie hinter den Code legen.
