
Gründernotiz: ausgeliefert, gestrichen, als Nächstes dran
Kurzer Beitrag. Wir halten diese Notizen absichtlich knapp: freitags eine Nachricht darüber, was ausgeliefert wurde, was nicht, und eine Frage aus dem Posteingang. Diese Woche mit einem Abschnitt zu den Rückmeldungen, die uns aus Deutschland erreichen, weil sie sich von den übrigen deutlich unterscheiden.
Was ausgeliefert wurde
Das Große diese Woche: og:image wird jetzt auf jeder Seite gerendert. Klingt langweilig, bis man merkt, dass Slack, WhatsApp und Telegram allesamt ein riesiges weißes Quadrat statt der Linkvorschau zeigen, wenn es fehlt. Drei Wochen lang war bei uns jede Weitergabe in sozialen Netzwerken stillschweigend kaputt. Behoben und geprüft auf Startseite, Landingpages, Hub und Blogbeiträgen.
Wir haben außerdem eine kleinere, aber gut sichtbare Änderung nachgeschoben: Die Social-Icons im Footer zeigen jetzt YouTube und TikTok neben X, Facebook, LinkedIn und Instagram. Überall derselbe Name: qrollinghq. Wenn Sie einem dieser Kanäle folgen: danke, dass Sie uns durch die Flut an Umbenennungsbenachrichtigungen begleitet haben.
Was gestrichen wurde
Wir hatten übersetzte Meta-Titel für Aserbaidschanisch und Türkisch fertig liegen. Beide sollten diesen Monat live gehen. Wir haben sie zurückgezogen. Nicht weil die Übersetzungen schlecht gewesen wären, sondern weil die Sprachumschaltung auf der Website sie nicht so anbietet, dass echte Besucherinnen und Besucher sie je zu Gesicht bekämen. Wir hätten also die Kosten der Übersetzung getragen und keinen einzigen Nutzen davon gehabt. Diese Arbeit liegt auf Eis, bis wir die Sprachumschaltung neu gestalten.
Eine Nutzerfrage
"Kann ich den QR-Code auf eine Kaffeebechermanschette drucken, ohne dass er reißt, sobald der Becher nass wird?"
Ja, und die Antwort hat nichts mit QRolling zu tun. Drei Regeln: matte Oberfläche (nicht glänzend, Spiegelungen zerstören den Scan), im Druck mindestens 2,5 cm × 2,5 cm, und bitten Sie Ihre Druckerei um wasserfeste Farbe (die meisten Bechermanschetten nutzen sie ohnehin, aber Nachfragen kostet nichts). Das QR-Muster selbst kann rund 30 % seiner Module verlieren und scannt trotzdem. Was es umbringt, sind Spiegelungen und Knickfalten, nicht Wasser.
Was uns aus Deutschland erreicht
Die Zuschriften aus Deutschland drehen sich fast nie um Gestaltung. Drei Fragen kommen immer wieder, und sie sagen etwas über die Arbeitsweise hier.
Die erste betrifft die Auswertung. Gefragt wird nicht, welche Kennzahlen es gibt, sondern welche Daten der Scan überhaupt erzeugt, wo sie liegen und wie lange. Dahinter steht die Pflicht, das im Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten zu beschreiben und einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO vorlegen zu können. Wer hier arbeitet, muss die Verarbeitung erklären können, nicht nur nutzen.
Die zweite betrifft die Zielseite. Gefragt wird nach dem Impressum: wohin der Link gehört, ob eine Kurzfassung genügt, was bei einem Verein hineinmuss. Das ist die Frage von Leuten, die wissen, dass ein fehlendes Impressum schneller Post bringt als ein schlechter Text.
Die dritte betrifft den Druck. Gefragt wird nach Formaten und Farbräumen, nach DIN lang und DIN A6, nach Beschnitt und CMYK. Das ist die Handschrift eines Marktes, in dem noch viel gedruckt wird und in dem die Druckerei eine konkrete Datei erwartet, keine Bildschirmvorlage.
Wir notieren diese drei Punkte hier, weil sie unsere Reihenfolge beeinflussen. Funktionen, die eine Verarbeitung erklärbar machen und eine Druckdatei sauber ausgeben, stehen bei uns weiter vorn als solche, die eine Vorschau schöner machen.
Was in der Warteschlange steht
Russische Fließtexte für die neun wichtigsten Landingpages, hoffentlich nächste Woche live, sofern die Redaktion abnickt. Danach geht es vermutlich zurück ins Hilfecenter, dessen Bereich zur Fehlersuche noch Lücken hat.
Das war's. Zurück ans Bauen. — Rahman