
Ihren ersten QR-Code erstellen: sieben Schritte bis zum Druck
Ihr erster QR-Code
Bis zur herunterladbaren Datei dauert es etwa zwei Minuten. Es so zu machen, dass der Code später auf Papier funktioniert und die Zielseite hält, was neben dem Aufdruck versprochen wurde, dauert eher zehn. Diese Anleitung deckt beides ab, inklusive der Pflichtangaben, die eine Zielseite in Deutschland tragen muss. Der häufigste Fall ist ein URL-QR-Code: Weblink einfügen, scanbares Bild zurückbekommen. Daran gehen wir die Schritte durch.
Schritt 1: Den QR-Code-Typ wählen
Gängige QR-Code-Typen
- URL: Link auf eine beliebige Website
- vCard: Kontaktdaten weitergeben
- WLAN: Netzwerkzugang teilen
- E-Mail: eine E-Mail vorbereiten
- SMS: eine Textnachricht vorbereiten
- Telefon: einen Anruf starten
- Standort: einen Kartenpunkt teilen
- Termin: einen Kalendereintrag hinzufügen
- Social Media: auf Profile verlinken
Den richtigen Typ wählen
Überlegen Sie:
- Welche Handlung sollen die Scannenden ausführen?
- Welches Gerät nutzen sie dabei?
- Ist der Inhalt statisch oder dynamisch?
Schritt 2: Den Inhalt eingeben
Für URL-QR-Codes
- Die vollständige URL kopieren (einschließlich https://)
- In den QR-Code-Generator einfügen
- Prüfen, ob der Link stimmt
Für vCard-QR-Codes
Geben Sie ein:
- Vollständigen Namen
- Position
- Unternehmen
- Telefonnummer(n)
- E-Mail-Adresse
- Website
- Anschrift
Für WLAN-QR-Codes
Geben Sie ein:
- Netzwerkname (SSID)
- Passwort
- Verschlüsselungsart (WPA/WPA2)
- Verstecktes Netzwerk (ja/nein)
Schritt 3: Das Design anpassen
Farbwahl
- Eine Vordergrundfarbe wählen (die Punkte)
- Eine Hintergrundfarbe wählen
- Auf ausreichenden Kontrast achten
Formoptionen
- Quadratische Module (Standard)
- Abgerundete Quadrate
- Kreise
- Individuelle Formen
Ihr Logo einfügen
- Ein hochauflösendes Bild hochladen
- Mittig positionieren
- Größe anpassen (unter 30 % halten)
- Scanbarkeit testen
Einen Rahmen ergänzen
- Einen Rahmenstil auswählen
- Text für den Handlungsaufruf ergänzen
- Rahmenfarbe wählen
- Position feinjustieren
Schritt 4: Die Einstellungen festlegen
Fehlerkorrekturstufe
Hier ist nichts einzustellen: Jeder Code, der auf dieser Seite gebaut wird, nutzt H, die höchste der vier Stufen, die das Format definiert, und genau die braucht ein zentriertes Logo. Die vier existieren, weil die Wahl bei anderen Werkzeugen zählt, und es lohnt sich zu wissen, was sie kosten:
- L (7 %): kleinster QR-Code, keine Anpassung
- M (15 %): leichte Anpassung
- Q (25 %): moderate Anpassung
- H (30 %): starke Anpassung, Logos möglich
Größeneinstellungen
- Bedenken Sie, wo der QR-Code eingesetzt wird
- Mindestens 2x2 cm für den Druck
- 240x240 Pixel für digital
Schritt 5: Vorschau und Test
Vor dem Herunterladen
- Das fertige Design in der Vorschau ansehen
- Mit dem eigenen Telefon scannen
- Wenn möglich auf mehreren Geräten testen
- Den Ziellink prüfen
Tipps zum Testen
- Die Kamera Ihres Telefons nutzen
- Bei unterschiedlichem Licht probieren
- Aus verschiedenen Entfernungen testen
- Prüfen, ob die richtige Seite lädt
Schritt 6: Den QR-Code herunterladen
Dateiformate
- PNG: ideal für digitale Nutzung, kleinere Datei
- SVG: ideal für den Druck, verlustfrei skalierbar
- PDF: gut für Printmaterialien
- EPS: professionelles Druckformat
Empfehlungen zur Auflösung
- Web: mindestens 300x300 Pixel
- Druck: mindestens 300 DPI
- Großformat: SVG oder hochauflösendes PNG
Schritt 7: Den QR-Code ausspielen
Digitale Platzierung
- Websites und Landingpages
- E-Mail-Signaturen
- Beiträge in sozialen Netzwerken
- Digitale Präsentationen
Platzierung im Druck
- Visitenkarten
- Flyer und Broschüren
- Produktverpackungen
- Poster und Banner
- Kassenbons
Bewährte Vorgehensweisen
- Für ausreichend Licht sorgen
- Gewölbte Flächen meiden
- Klare Hinweise mitgeben
- Die Ruhezone freilassen
Häufige Probleme beheben
Der QR-Code scannt nicht
- Kontrastwerte prüfen
- Größe erhöhen
- Logo verkleinern
- Auf Beschädigung oder Verzerrung prüfen
Falsches Ziel
- Die URL überprüfen
- Auf Tippfehler achten
- Falls genutzt, die Kurz-URL testen
Code zu komplex
- Die URL kürzen
- Einen URL-Verkürzer nutzen
- Die Datenmenge reduzieren
Was die Zielseite in Deutschland tragen muss
Der Code ist meist fertig, bevor die Zielseite fertig ist, und genau dort entstehen die Probleme. Drei Dinge erwartet eine deutsche Besucherin hinter einem Scan, und zwei davon sind Pflicht.
Das Impressum. Auch eine Seite, die nur über einen Aufkleber erreichbar ist, ist ein digitaler Dienst, und § 5 DDG verlangt die Anbieterkennzeichnung: Name und Anschrift, Rechtsform und Vertretung, Kontaktdaten, bei eingetragenen Unternehmen Registergericht und Registernummer, bei zulassungspflichtigen Berufen die Kammer. Ein deutlich beschrifteter Link genügt, ein Hinweis irgendwo im Fließtext nicht.
Die Datenschutzerklärung. Sobald die Seite aufgerufen wird, fallen Daten an, mindestens die IP-Adresse im Serverprotokoll. Art. 13 DSGVO verlangt die Information darüber zum Zeitpunkt der Erhebung, also auf der Seite selbst und nicht erst auf Nachfrage.
Und die Erklärung, wohin es geht. Deutsche Leserinnen und Leser sind skeptisch gegenüber einem unbeschrifteten Code, und das ist eine vernünftige Haltung. Schreiben Sie neben den Code, was der Scan öffnet, und setzen Sie die Adresse zusätzlich in lesbarer Form darunter. Wer vorher erkennt, wohin der Weg führt, scannt eher, und wer kein Smartphone zur Hand hat, kommt trotzdem an die Information.
Nächste Schritte
Sobald Ihr erster Code draußen in der Welt ist:
- Verfolgen Sie seine Leistung
- Verbessern Sie das Design
- Probieren Sie andere QR-Code-Typen
- Erkunden Sie fortgeschrittene Funktionen
Die eine Regel, die jeden Anwendungsfall überdauert: Scannen Sie die gedruckte Fassung selbst, bevor es jemand anders tut. Ein Code, der am Bildschirm lief und auf Papier scheitert, ist die häufigste Supportfrage bei uns, und fast immer liegt es an Größe oder Kontrast.